Sommer in der Eifel
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Aktiv auf dem Wasser

© Seepark Zülpich

Wassersport in 

abwechslungsreichen Gewässern

Frische Luft, viel Bewegung und das bei strahlendem Sonnenschein: Aktivitäten auf dem und rund ums Wasser sind Entspannung und Action in einem.


Der Eifel-Sommer bietet eine Fülle an Wassersportaktivitäten und abwechslungsreiche Gewässer. Neben den bekannten Maaren, Stauseen und Flüssen gibt es auch einige Baggerseen, die aus dem ehemaligen Braunkohletagebau entstanden sind.

So zum Beispiel der Seepark Zülpich. Von 1950 bis 1969 wurde bis dicht an die Stadtmauern der Römerstadt von der Victor Rolff KG Braunkohle abgebaut.

In diesen 15 Jahren hat der Braunkohleabbau die Entwicklung der Stadt Zülpich maßgeblich geprägt. In der nahegelegenen Brikettfabrik in Zülpich-Geich wurde die Kohle gleich zu Briketts verarbeitet und im kleinen Braunkohlekraftwerk wurde unter anderem die benachbarte Papierfabrik mit Strom versorgt.

Die Geschichte des Braunkohleabbaus in Zülpich reicht noch weiter bis ins Jahr 1830 zurück. Mit eher mäßigem Erfolg wurde rund um den Ort Braunkohle abgebaut – allerdings im Untertagebau. Die Technik entwickelte sich weiter, geeignete Maschinen wurden gebaut und die kurze Geschichte des Tagebaus begann. 1953 ging es richtig los, doch die Hochzeit des Braunkohletagebaus währte nicht lange. Bereits 1969 wurde der Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Rekultivierung
 
Die Frage der Rekultivierung stellte sich nicht erst mit der Einstellung des Braunkohleabbaus. Schon während an einer Stelle die Braunkohle abgebaut wurde, wurden an anderer Stelle Flächen wieder verfüllt. Fruchtbare Böden entstanden, die die Landwirte noch heute nutzen. Geblieben sind zwei tiefe Löcher. Geflutet mit Wasser aus nahegelegenen Bächen, dient der Neffelsee heute eher dem Naturschutz. Der zweite See, der sich direkt am Ortsrand befindet, wurde zum Wassersportsee. Die Tiefe von 38 Metern an der tiefsten Stelle zeugt noch heute von der Vergangenheit des Sees. 

Baden, segeln, surfen

Der Seepark Zülpich wurde zum Naherholungsgebiet nicht nur für die Zülpicher. Schon viele hochkarätige Regatten der Windsurfer und Segler wurden auf dem Wassersportsee ausgetragen. Die Landesgartenschau 2014 war ein weiteres Highlight. Mehr als 40.000 Besucher strömten in den weitläufigen Park und die Stadt. Mustergärten entstanden und die Freizeitangebote im Seepark wurden nach und nach ausgebaut.


Ziplining und Wassersport

Ein kleines Abenteuer ist der Besuch des Hochseil-Kletterparks Flying Fox-Park. Es ist der einzige Kletter- und Seilrutschenpark im Städtedreieck Köln-Bonn-Aachen. Zwei Parcours mit Kletter- und Ziplining-Elementen stehen bereit. Der Clou: Den Abschluss der Klettertour bildet eine Ziplingtour über den See. 

Surfen, segeln, Tretboot fahren, Stand-Up-Paddling, schwimmen – die Möglichkeiten im Zülpicher Seepark sind vielfältig. Sportgeräte und Boote können ausgeliehen werden und einem erlebnisreichen Tag im Seepark steht nichts im Wege.



Wassersport in der Eifel

Tretbootfahren auf dem Vulkan? Das geht nur in der Eifel. Zum Beispiel auf dem Schalkenmehrener Maar. Segeln und Windsurfen auf dem Laacher See oder den großen Talsperren der Nordeifel bieten ebenfalls perfekte Bedingungen für Wassersportler. Für Paddelbegeisterte sind die idyllischen Kajaktouren auf der Rurtalsperre ein Muss.  


 

Die Eifel-Seen und Flüsse laden zu Bootstouren und Kanufahrten, die für Familien und Freunde gleichermaßen geeignet sind. Auf der Sauer gleitet man in Kanus auf der Landesgrenze zwischen Deutschland und Luxemburg entlang grüner Ufer und malerischer Dörfer. SUP-Fans testen auf der Rur ihre Balance und erleben die Natur aus einer neuen Perspektive. 



Mit derart vielfältigen Möglichkeiten, die Sommermonate auf dem Wasser zu verbringen, ist die Eifel ein wahres Paradies für Wassersportler. Ob Anfänger oder Profi, hier findet jeder sein persönliches Abenteuer.